Die Nationale Armutskonferenz (nak) analysiert, kommentiert und gibt in diesem Papier Empfehlungen zu den derzeit von der EU-Kommission mit dem Mandat der EUMitgliedstaaten verhandelten internationalen Abkommen zur Förderung des Freihandels (CETA, TTIP, TiSA)1. Grundlage ist dabei die Überzeugung, dass internationaler Handel nachhaltig sozialen  Ausgleich, Gerechtigkeit und Entwicklung in einer globalisierten Welt fördern sollte und nicht ohne Regeln dem Markt überlassen werden darf.
Internationaler Handel sollte in erster Linie den Menschen dienen und einen Mehrwert für die Wirtschaft bringen. Ziel von Freihandelsabkommen ist es, durch die Beseitigung von Handelshemmnissen Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen. Dies darf aber nicht dazu führen, dass soziale und ökologische Standards abgesenkt, Arbeitsplätze verlagert und demokratische Prinzipien ausgehebelt werden. Freihandelsabkommen dürfen nicht dazu führen, dass die Werte des Freihandels über die Prinzipien einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft gestellt werden. Die EU ist keine reine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern versteht sich als Wertegemeinschaft, in der die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt des Handelns stehen.2 Die nak sorgt sich insbesondere um die Auswirkungen eines intensivierten Freihandels auf sozial benachteiligte Menschen, die u.a. im Niedriglohnsektor arbeiten, soziale Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder staatliche Sozialleistungen beziehen.

gesamter Wortlaut

Vision:

Das Europäische Netzwerk gegen Armut (EAPN) setzt sich für ein demokratisches und soziales Europa ohne Armut und soziale Ausgrenzung ein.

Aufgaben:
• Förderung und Verbesserung der Wirksamkeit von Maßnahmen gegen Armut und soziale Ausgrenzung;
• Beteiligung an der Gestaltung sozialpolitischer Maßnahmen und der Entwicklung von Aktionsprogrammen;
• Lobbyarbeit für und mit Menschen und Gruppen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind.

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