Nationale Armutskonferenz: Jede Frau in Bedrängnis muss Schutz und Hilfe finden können

Köln/Berlin. Zum internationalen Tag der Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November weist die Nationale Armutskonferenz (nak) darauf hin, dass die Finanzierung von Frauenhäusern noch immer nicht hinreichend geregelt ist. „Die häusliche Gewalt gegen Frauen nimmt in Deutschland zu. Dass eine für den Schutz von Frauen so wichtige Einrichtung wie das Frauenhaus bundesgesetzlich nicht einheitlich und klar geregelt ist, ist nicht akzeptabel“, so Dr. Frank Johannes Hensel, Sprecher der Nationalen Armutskonferenz.

Seit 1976 gibt es Frauenhäuser in Deutschland. Doch wie ein Frauenhaus personell und räumlich ausgestattet ist, hängt im Wesentlichen von dem politischen Willen der Kommune und des jeweiligen Bundeslandes ab. Bisher gibt es – abgesehen vom Landesgesetz in Schleswig-Holstein – kein Gesetz, dass die Finanzierung sichert.

„Nur eine bundeseinheitliche Finanzierung der Frauenhäuser kann sicherstellen, dass jede gewaltbetroffene Frau mit ihren Kindern sicheren, schnellen, unbürokratischen Schutz und bedarfsgerechte Unterstützung im Frauenhaus findet“, so Hensel.

In Deutschland werden immer mehr Frauen Opfer ihres Partners oder Ex-Partners. Mehr als 127.000 Personen pro Jahr wurden zuletzt Opfer einer Straftat im häuslichen Umfeld, 82 Prozent waren Frauen. Im Ganzen traf es im vergangenen Jahr mehr als 104.290 weibliche Opfer. Das belegt die neue Auswertung der polizeilichen Kriminalstatistik für 2015, die am Dienstag vom Bundesfrauenministerium vorgestellt wurde. 

Pressekontakt:
Markus Harmann
c/o Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln
Georgstraße 7, 50676 Köln

Telefon 0221 2010-284
Telefax 0221 2010-130
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!